Irrtum römische Kirche – Biblische Wahrheiten gegen unbiblische Praktiken

Viele Menschen werden durch Traditionen und kirchliche Lehren geprägt, ohne diese einmal kritisch mit der Bibel/dem Wort Gottes zu vergleichen. Mit diesem Artikel möchten wir die Anhänger der Römischen Kirche herzlich dazu einladen, genau das zu tun. Wir zeigen auf, welche Lehren und Praktiken sich im Laufe der Zeit entwickelt haben und nicht direkt auf Gottes Wort zurückgehen. Unser Anliegen ist es nicht, jemanden anzugreifen, sondern dazu anzuregen, den eigenen Glauben zu prüfen und bewusst zu überdenken

„Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus…
1. Timotheus 2,5

Dies schließt aus:
✔ zusätzliche himmlische Fürsprecher
✔ Gebete an Tote
✔ Anrufung von Heiligen

 

Im Wort Gottes/BIbel wird klar betont, dass allein Gott die Ehre und Anbetung gebührt (Jes 42,8; Mt 4,10) und dass Jesus Christus der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen ist (1 Tim 2,5; Joh 14,6). Auch zahlreiche Kirchenväter der frühen Christenheit – äußerten sich kritisch gegenüber Gebeten an Heilige oder Engel, da sie Gottes Einzigartigkeit und die Mittlerschaft Christi nicht gefährden wollten. Das Gebet war ausschließlich auf Gott ausgerichtet, durch Jesus Christus als alleinigen Fürsprecher.

 

Ehren ≠ Verehren

1. Allein Gott gebührt die Ehre und Anbetung

  • Jesaja 42,8

„Ich bin der HERR, das ist mein Name; und meine Ehre will ich keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen.“

  • Offenbarung 19,10

„Und ich fiel nieder zu seinen Füßen, ihn anzubeten; und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht […] Bete Gott an!“

(Ein Engel weist Anbetung strikt zurück – allein Gott ist anzubeten.)

  • Matthäus 4,10 (Jesus zitiert 5. Mose 6,13)

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“

  • Psalm 115,1

„Nicht uns, o HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und deiner Treue willen!“


2. Nur Jesus Christus ist Mittler und Fürsprecher

  • 1. Timotheus 2,5

    „Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus.“

  • Hebräer 7,25

    „Daher kann er auch die retten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er immer lebt, um für sie einzutreten.“

  • 1. Johannes 2,1

    „[…] Wenn jemand sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten.“

  • Johannes 14,6

    Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Diese Stellen schließen jede Notwendigkeit weiterer Fürsprecher im Himmel aus – Jesus Christus allein tritt für uns vor dem Vater ein.

 

Es gibt einige Kirchenväter, die sich sehr kritisch oder äußert in Vorsicht zurückhaltend gegenüber der Fürbitte von Heiligen oder Engeln äußerten – vor allem im Hinblick auf eine zu starke Verehrung, die Gottes Einzigartigkeit und Christus als Mittler gefährden könnte. Hier sind einige relevante Beispiele:

Irenäus von Lyon (ca. 135–202)

Obwohl Irenäus Maria, die Heiligen, die Christen und die Märtyrer respektierte, betonte er:

„Es ist ein einziger Gott und kein anderer außer ihm; er hat durch sein Wort alles gemacht, das Sichtbare und Unsichtbare … er ist der allein Allmächtige und einzige Vater ….“
(Adversus Haereses, II,1,1)

Clemens von Alexandria (ca. 150–215)

„Christus ist unser Lehrer und Heiland und Mittler; durch ihn allein nähern wir uns Gott.“
(Stromata, Buch VI)

Origenes (ca. 185–254)

Origenes war vorsichtig, wenn es um Gebete zu anderen Wesen als Gott ging. Zwar akzeptierte er die Existenz von Engeln und ihre Rolle im Heilsplan, aber er betonte ganz klar:

„Denn es ist allein Gott erlaubt, dass man zu ihm betet, und zu keinem anderen“ (Origenes, De oratione, Kap. XV)

Tertullian (ca. 160–220)

Tertullian betonte Christus als einzigen Mittler:

„Wir beten nicht zu Engeln, sondern zu Gott durch Christus.“ (De oratione, Kap. 9)

Hippolyt von Rom (ca. 170–236)

„Kein Schlaf wird ihnen Ruhe bringen, keine Nacht sie lindern; kein Tod wird sie von der Strafe erlösen; keine Stimme von Fürbitte leistenden Freunden wird ihnen nützen. Denn weder werden die Gerechten von ihnen noch gesehen, noch sind sie würdig, in Erinnerung behalten zu werden.“

Quelle: Gegen Platon – Über die Ursache des Alls, Abschnitt 3 (ca. 170–236 n. Chr.)

Athanasius von Alexandrien (ca. 296–373)

Während Athanasius die Heiligen verehrte, betonte er, dass Gebet allein Gott gebühre:

„Es ist nicht erlaubt, Engel oder andere Wesen anzurufen, denn das Gebet gebührt allein dem Herrn.“ (sinngemäß aus Contra Gentes, Kap. 45)

Johannes Chrysostomus (ca. 349–407)

Auch wenn er Heiligenverehrung nicht grundsätzlich ablehnte, betonte er:

„Niemand soll einen Menschen oder Engel anrufen, sondern nur Gott.“ (Homilie über Matthäus, Hom. 23,3)

 

Diese Aussagen zeigen, dass in der Frühzeit des Christentums das Gebet und die Fürbitte als Gottes vorbehalten galten, wobei Christus als einziger Mittler betont wurde (vgl. 1 Tim 2,5). Erst mit der späteren Entwicklung der Heiligenverehrung, besonders im 4.–5. Jh., setzte sich die Praxis durch, Heilige und Engel auch um Fürbitte zu bitten.

„Irrtum“: Ablasshandel und falsche Gnade

Die römische Kirche förderte insbesondere im 14.–16. Jahrhundert den Ablasshandel, bei dem Sündenstrafen durch Geldzahlung „verkürzt“ oder „erlassen“ werden konnten.

Biblische Wahrheit zur Vergebung:

„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“
Epheser 2,8–9

Das Wort Gottes macht klar: Vergebung ist ein Geschenk Gottes, nicht käuflich.


„Irrtum“: Zölibat – Pflicht zur Ehelosigkeit

In der römischen Kirche dürfen Priester nicht heiraten, was oft mit besonderer „Heiligkeit“ begründet wird. Doch:

Die Bibel beschreibt Gemeindeleiter anders:

„…nun muss aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau…“
1. Timotheus 3,2

Dies zeigt: Die apostolische Norm für Gemeindeleitung umfasst Ehefähigkeit, nicht Pflicht zur Ehelosigkeit.


Bilder- und Reliquienverehrung

Römische Praxis: Knochen, Statuen, Gemälde werden „als heilig“ verehrt. Die Bibel warnt dagegen:

Gottes Gebot gegen Götzenbilder:

„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen… Bete sie nicht an noch diene ihnen nicht!“
2. Mose 20,4–5

Dieses Gebot hat bleibende Gültigkeit und zeigt: Gottesdienst gehört allein Gott.


Tradition über Schrift (Lehramt)

Rom stellt kirchliche Traditionen oft gleichwertig oder über die Bibel.

Jesus über menschliche Überlieferung:

„…ihr verlasst das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein… und hebt so das Wort Gottes auf.“
Markus 7,8–9

Jesus selbst verurteilt das Setzen von menschlicher Regel über Gottes Wort.


Späte Dogmen ohne klare Bibelgrundlage

Einige zentrale römisch-katholische Lehrpunkte entstanden sehr spät und haben keine direkte biblische Grundlage:

Beispiele:

    • Die Lehre vom Fegefeuer beschreibt einen Zustand der Läuterung nach dem Tod für Seelen, die in Gnade gestorben sind, aber noch nicht vollkommen rein. Erste Hinweise finden sich bei den Kirchenvätern im 2.–5. Jahrhundert, ausformuliert im Mittelalter und offiziell dogmatisiert auf dem Konzil von Trient (1545–1563). Als biblische Grundlage wird oft 2 Makkabäer 12,43–46 genannt – doch nur weil es dort erwähnt wird, heißt das nicht, dass Gott dies gutheißt, denn das Volk Gottes im Alten Bund handelte vielfach auf eine Weise, die nicht recht war. Auch Abraham, David oder die Apostel haben weder diese Praxis durchgeführt noch daran geglaubt

    • Unbefleckte Empfängnis Mariens
      Die Lehre besagt, dass Maria von der ersten Lebensminute an von der Erbsünde bewahrt war, um die Mutter Jesu zu werden. Erste theologische Ansätze gab es im Mittelalter, entscheidend geprägt durch Duns Scotus. Offiziell wurde die Lehre 1854 von Papst Pius IX. in der Apostolischen Konstitution Ineffabilis Deus verkündet

    • Die Vorstellung von Mariä Himmelfahrt, also der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel, entstand bereits im 4. bis 5. Jahrhundert in der Ostkirche. Erste Erzählungen, wie der Transitus Mariae, beschrieben ihren Tod und die Aufnahme in den Himmel, waren aber noch nicht als verbindliche Lehre festgeschrieben. Die Kirche übernahm die Tradition über Jahrhunderte, bis sie schließlich am 1. November 1950 von Papst Pius XII. offiziell als Dogma verkündet wurde. Seitdem gilt Mariä Himmelfahrt als unfehlbare Glaubenswahrheit der römischen Kirche

Diese entwickelten sich historisch, aber sie sind nicht in der Heiligen Schrift verankert.


Maria im Neuen Testament – Ehrung ≠ Verehrung

Maria wird als gläubige Dienerin dargestellt:

„…dass er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter!

Lukas 1,48

Maria wird geehrt weil Gott Großes an ihr getan hat.

Aber keine Sonderstellung als Mittlerin

Ehre ≠ kultische Verehrung oder Anrufung

Jesus selbst relativiert jede Überhöhung:

„Wer ist meine Mutter? … Wer den Willen meines Vaters tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“
(Matthäus 12,48–50)

„Selig sind vielmehr, die das Wort Gottes hören und bewahren.“
(Lukas 11,27–28)

Maria wird nicht erhöht wegen ihrer Person, sondern wegen ihres Glaubens – genau wie andere Glaubensvorbilder


Historisch: Heiligen- und Marienverehrung entstand nach dem NT

Die Praxis wuchs schrittweise im 3.–5. Jahrhundert nicht in der apostolischen Urgemeinde, sondern aus späteren Traditionen.


Gebet im Neuen Testament

Im Neuen Testament betet man immer zu Gott allein, durch Christus, im Heiligen Geist – nicht zu Menschen:

Jesus:

„…alle Dinge, um was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun…“

Johannes 14,13–14

Gemeinde im Geist:

„Und sie blieben beständig in der Apostel Lehre und Gemeinschaft…“
Apostelgeschichte 2,42