Immer wieder wird behauptet, die Bibel sei ein religiöses Märchenbuch ohne historischen Wert. Kritiker erklären, sie bestehe aus Legenden, die erst Jahrhunderte nach den angeblichen Ereignissen niedergeschrieben wurden. Doch die moderne Archäologie zeichnet ein völlig anderes Bild.
Eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür ist das Sanherib-Prisma, ein archäologisches Dokument aus dem späten 7. Jahrhundert v. Chr., das direkt Ereignisse bestätigt, die in der Bibel beschrieben werden. Es stammt nicht von Israel, nicht von Juda und nicht von Gläubigen – sondern von einem heidnischen Großkönig, einem Feind des Volkes Gottes.
Gerade deshalb ist seine Aussagekraft so enorm.
Fundort: Ninive (heutiger Irak)
Original: British Museum, London
Das sogenannte Sanherib-Prisma, datiert auf etwa 680 v. Chr., zählt zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen mit Bezug zur Bibel. Es wurde in Ninive (heutiger Irak) entdeckt und befindet sich heute im British Museum in London. Das Prisma enthält eine ausführliche Selbstbeschreibung des assyrischen Königs Sanherib (Sennacherib) und dokumentiert unter anderem seinen Feldzug gegen das Königreich Juda, einschließlich der Belagerung Jerusalems zur Zeit König Hiskias.
Im 8. Jahrhundert v. Chr. war das Assyrische Reich die dominierende Militärmacht des Alten Orients. Sanherib regierte von 705 bis 681 v. Chr. und führte zahlreiche aggressive Feldzüge, um rebellierende Vasallenstaaten gewaltsam zu unterwerfen. Auch Juda gehörte zu diesen Gebieten, da es sich unter König Hiskia gegen die assyrische Oberherrschaft auflehnte. Der assyrische Angriff auf Juda ist sowohl biblisch als auch außerbiblisch bezeugt.
Bemerkenswerte Parallelen finden sich in den biblischen Berichten. In 2. Könige 18,13 heißt es:
„Und im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas herauf und nahm sie ein.“
Auch Jesaja 36,1 beschreibt Sanherib als den König, der Jerusalem belagert und einschließt.
Das Sanherib-Prisma liefert damit eine außerbiblische Bestätigung dieser Ereignisse und belegt, dass es sich nicht um spätere literarische Konstruktionen handelt, sondern um historische Realität. Besonders auffällig ist die Beschreibung Jerusalems als „Vogel im Käfig“, eine Formulierung, die inhaltlich nahezu identisch mit dem biblischen Bericht ist. Diese Übereinstimmung unterstreicht die historische Glaubwürdigkeit der biblischen Überlieferung.
Von entscheidender Bedeutung ist zudem, was Sanherib nicht erwähnt: Obwohl er im Prisma seine militärischen Erfolge ausführlich und propagandistisch ausschmückt, berichtet er nicht von der Einnahme Jerusalems. Dieses Schweigen ist äußerst aufschlussreich, da ein heidnischer Herrscher, der seine Siege gewöhnlich rühmte, den Fall einer so bedeutenden Stadt zweifellos erwähnt hätte – wenn er stattgefunden hätte.
Genau hier decken sich archäologischer Befund und biblische Aussage. Laut 2. Könige 19,35 griff Gott selbst ein, als der Engel des HERRN das assyrische Heer schlug und Jerusalem vor der Zerstörung bewahrte. Dass Sanherib diesen Ausgang nicht erwähnt, entspricht exakt dem biblischen Bericht und verleiht ihm zusätzliche historische Plausibilität.
Aus historischer wie auch aus christlicher Sicht ist das Sanherib-Prisma daher von großer Bedeutung. Es bestätigt die Existenz zentraler biblischer Personen wie Hiskia und Sanherib, stimmt inhaltlich mit den Berichten in 2. Könige 18–19, Jesaja 36–37 und 2. Chronik 32 überein und dokumentiert detailliert die Eroberung von 46 Städten Judas, die Belagerung Jerusalems sowie die Zahlung von Tributen. Gleichzeitig schweigt es konsequent über den Fall Jerusalems – genau so, wie es die Bibel berichtet.
Damit stellt das Sanherib-Prisma ein eindrucksvolles Zeugnis dar, das zeigt, dass Jerusalem nicht durch Menschenhand fiel, sondern durch göttliches Eingreifen bewahrt wurde, und gilt vielen Christen als ein starkes archäologisches Indiz für die historische Zuverlässigkeit der Bibel.
Das Sanherib-Prisma besteht aus gebranntem Ton und ist in akkadischer Keilschrift verfasst, der damaligen Verwaltungssprache des assyrischen Reiches. Sein Zweck war doppelt:
Historische Dokumentation der königlichen Feldzüge
Königliche Propaganda, um Macht, Stärke und göttliche Legitimation des Herrschers darzustellen
Gerade deshalb ist dieses Dokument historisch so wertvoll: Assyrische Könige verschwiegen Niederlagen grundsätzlich und stellten ihre Siege stets überhöht dar.
Entdeckt wurde das Prisma in den Ruinen von Ninive, der einstigen Hauptstadt des assyrischen Weltreiches im heutigen Irak. Ninive war eine der größten und prächtigsten Städte der antiken Welt – politisches, militärisches und religiöses Zentrum Assyriens.
Die Bibel erwähnt Ninive mehrfach, unter anderem:
als große, moralisch verdorbene Stadt im Buch Jona (Jona 1–4)
als Objekt des göttlichen Gerichts im Buch Nahum
Dass gerade hier ein Dokument gefunden wurde, das zentrale biblische Ereignisse bestätigt, unterstreicht die historische Verankerung der Heiligen Schrift. Das Original des Sanherib-Prismas befindet sich heute im British Museum in London und ist öffentlich zugänglich.
Im 8. Jahrhundert v. Chr. dominierte Assyrien den gesamten Vorderen Orient. Ganze Völker wurden deportiert, Städte zerstört und Königreiche ausgelöscht. Das Nordreich Israel war bereits 722 v. Chr. gefallen.
Das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem stand nun allein der Weltmacht gegenüber.
König Hiskia – ein Mann des Glaubens
Die Bibel beschreibt König Hiskia (Hezekia) als einen außergewöhnlich gottesfürchtigen Herrscher:
„Er vertraute auf den HERRN, den Gott Israels; und nach ihm war seinesgleichen nicht unter allen Königen von Juda.“
(2. Könige 18,5)
Gerade dieser König geriet ins Visier Sanheribs.
Die Bibel berichtet ausführlich über diesen militärischen Angriff:
2. Könige 18–19
Jesaja 36–37
2. Chronik 32
Sanherib eroberte zahlreiche Städte Judas, verwüstete das Land und belagerte schließlich Jerusalem.
Das Sanherib-Prisma bestätigt ausdrücklich:
den Feldzug gegen Juda
die Einnahme von 46 befestigten Städten
die historische Existenz König Hiskias
die Zahlung eines hohen Tributs aus Gold und Silber
Besonders berühmt ist eine Aussage Sanheribs über Hiskia:
„Ich schloss ihn in Jerusalem ein wie einen Vogel im Käfig.“
Diese Formulierung ist historisch und theologisch hochbedeutsam. Warum?
Sanherib beschreibt die Belagerung Jerusalems – aber nicht dessen Einnahme.
Für einen assyrischen König, der sonst jede Eroberung ausführlich rühmte, ist dieses Schweigen außergewöhnlich.
Die Bibel berichtet, was in dieser scheinbar aussichtslosen Lage geschah:
„In jener Nacht ging der Engel des HERRN aus und schlug im Lager der Assyrer 185.000 Mann.“
(2. Könige 19,35)
Sanherib musste sich zurückziehen. Jerusalem blieb unbesiegt.
Jerusalem fiel nicht
eine Niederlage durfte nicht dokumentiert werden
das Ergebnis ist ein indirektes Zeugnis für die biblische Darstellung
In der Geschichtswissenschaft gilt ein Grundsatz:
Eine Aussage ist besonders glaubwürdig, wenn sie von einer feindlichen Quelle bestätigt wird.
Das Sanherib-Prisma:
stammt von einem Gegner Israels
bestätigt biblische Personen und Ereignisse
widerspricht der Bibel nicht
ergänzt sie an entscheidenden Stellen
Vom Sanherib-Prisma existieren mehrere nahezu identische Exemplare, unter anderem:
British Museum (London)
Oriental Institute (Chicago)
Israel Museum (Jerusalem)
Dies zeigt eindeutig: Es handelt sich um offizielle assyrische Geschichtsschreibung, nicht um ein Einzelzeugnis.
Das Sanherib-Prisma ist kein Einzelfall. Hunderte archäologische Funde bestätigen:
Orte der Bibel
Könige der Bibel
politische Ereignisse der Bibel
Die Bibel erweist sich immer wieder als historisch präzise.
Sie ist kein Mythos – sondern Gottes Handeln in der realen Geschichte.
Wenn die Bibel:
in Namen korrekt ist
in Orten korrekt ist
in historischen Abläufen korrekt ist
Warum sollte sie ausgerechnet bei Gott, Sünde, Erlösung und Jesus Christus unzuverlässig sein?
Jesus selbst sagte:
„Wenn ihr Mose (AT) glauben würdet, würdet ihr mir glauben.“
(Johannes 5,46)
Das Sanherib-Prisma zeigt eindrücklich:
Gott ist kein Mythos. Er handelt real – in der Geschichte.
Der gleiche Gott, der Jerusalem rettete, sandte Jahrhunderte später seinen Sohn:
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.“
(Johannes 3,16)
Die Bibel ist nicht nur historisch wahr – sie ist lebensverändernd wahr.
Die entscheidende Frage lautet nicht:
Ist die Bibel glaubwürdig?
Sondern:
Bin ich bereit, diesem Gott zu vertrauen?
Jesus Christus ist historisch bezeugt, archäologisch eingebettet und geistlich lebendig.
Er lädt ein – nicht zu irgend eine Religion, sondern zu Beziehung
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“
(Johannes 14,6)
Wenn Gott die Geschichte lenkt, dann kennt er auch deine Geschichte.
Wenn er Jerusalem retten konnte, kann er auch dein Leben erneuern.